Ist mein Zahnschicksal vorprogrammiert? Teil 2

On 7. September 2011, in Allgemein, Von docedelmann

Das übliche Zahnschicksal muss eben nicht sein!
Bei gesunden Zähnen gibt es einen Selbstheilungsmechanismus. Man isst
Süßes und der Speichel pH-Wert fällt ins Saure. Säureschäden am Schmelz entstehen. Es findet eine Entmineralisation statt. Nach etwa 4 Stunden ist
alles von selbst repariert.
Wie? Der gesunde Speichel fließt nach, er ist leicht basisch und führt Mineralien an die lädierten Zähne und diese werden geheilt.

Normalerweise hat aber der Erwachsene bestimmte Zahnmetalle im Mund (Amalgam, Goldlegierungen, Titanimplantate usw.)
Diese verursachen ein dauerhaftes Absinken des Speichel pH-Wertes ins Saure (Mundbatterie) und damit kommt
es einerseits zur anhaltenden Entmineralisation des Zahnes, was Karies schafft, und des Kieferknochens, wodurch Parodontose entsteht. Der Selbstheilungsprozess ist gestört.

Die optimale Prophylaxe zum dauerhaften Zahnerhalt heißt daher Zahnmetallentfernung und restaurieren mit elektrisch neutraler Keramik.
Auf diese Weise – neben Putzen und Kontrollen -  sind Zähne lange, wenn nicht lebenslang zu erhalten und man
entrinnt dem bösen Zahnschicksal.

8 Antworten to “Ist mein Zahnschicksal vorprogrammiert? Teil 2”

  1. Stefan sagt:

    Hallo zusammen,

    danke für diese Info. Ist denn elektrisch neutrale Keramik die normale Keramik die mir der Zahnarzt anbietet? Oder muss ich da extra drauf hinweisen das es elektrisch neutraler Keramik sein soll? Entstehen dadurch extra kosten? Und in welcher höhe?

    Danke schon mal für Info´s

    Stefan

    • docedelmann sagt:

      Hallo Stefan,

      jede Keramik ist elektrisch neutral. Also bedarf es keiner besonderen Keramik.

      Freundliche Grüße

      Dr. Edelmann

  2. docedelmann sagt:

    Hallo Thalia,
    wahrscheinlich waren die Amalgamfüllungen sehr tief und wurden mit Turbine entfernt. Dieses hat zwei Nachteile:
    Zum einen entsteht dadurch eine hohe Quecksilberbelastung beim Entfernen, was sehr giftig ist, zum anderen können
    thermische Belastungen entstehen und auch bakterielle Infenktionen hervorgerufen werden, die zu einem
    Absterben des Zahnes führen können. Dieses muss nicht sein, wenn entsprechende Vorsichtsmaßnahmen ergriffen werden.
    Auf jeden Fall sollten die restlichen Amalgamfüllungen noch entfernt und durch Keramikinlays und nicht durch Kunststofffüllungen ersetzt
    werden.
    Freundliche Grüße
    Dr. Edelmann

  3. Schallzahnbürsten-User sagt:

    WoW Danke für den sehr guten Beitrag. Bis jetzt verhalten sich mein Zähne noch ganz gut…! Keine Löcher soweit… ;)

  4. Zahnarzt-XXL sagt:

    Guter informativer Artikel, aber was ich immer nicht verstehe ist, wenn sowas wie Amalgam so schädlich für Zähne und Patienten ist, warum stellt das immer noch für Krankenkassen die Grundversorgung dar ? Wer sich sowas noch einsetzen läßt ist nicht zu retten. Bedeutet aber auch man muß in jedem Fall zuzahlen, was sich nicht alle leisten können. Ein echter Teufelskreis.

  5. Zahnweiß-Stift sagt:

    Super Beitrag – Vielen Dank für die vielen Informationen, ich werde weiterhin Ihren Blog aktiv verfolgen :)

    Liebe Grüße
    Carmen Braun

  6. David sagt:

    Danke für den guten Artikel!
    Man darf auch nicht vergessen das es auch eine starke genetische Komponente gibt. Mein Vater zum Beispiel hat trotz guter Pflege seiner Zähne massive Probleme mit Karies und Zahnverfall. Der Zahnarzt meinte das sei genetisch bedingt. Diese Leute müssen vermutlich noch um einiges mehr aufpassen und vielleicht spielen da wie im Artikel beschrieben auch Füllungen eine gewisse Rolle.

  7. Zahnbürsten Freund sagt:

    Hab meine ersten Implantate bekommen, war gar nicht schlimm. Ich glaube auch an die Genetik. Trotz täglichen Zähneputzens und Reinigen hab ich immer wieder Probleme mit meinen Zähnen.

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