Implantate aus biologisch-ganzheitlicher Sicht

On 7. Februar 2011, in Zahnästhetik, Von docedelmann

Künstliche Wurzeln nach einem Zahnverlust einzupflanzen, kann die Lebensqualität,die Kauleistung und die Ästhetik oft wiederherstellen.
Doch gilt es, zu differenzieren. Heute boomt die Implantologie, fast alles

ist möglich!

Es werden aber Implantate gesetzt, wo weniger invasiv
eine Brücke angebracht wäre, besonders dann, wenn die Nachbarzähne bereits
Füllungen oder Kronen tragen. Sind sie gesund, sind Flügelbrücken möglich, bei
denen Zähne nicht angeschliffen werden müssen.
Sind Endlücken da, so dass eine Brückenversorgung unmöglich ist, sind Implantate
indiziert, um eine herausnehmbare Prothese, die keiner wirklich will, zu verhindern.

Die biologisch-ganzheitliche Zahnheilkunde lehnt Titanimplantate nach wie vor ab und bevorzugt Zirkonoxid-Implantate. Titan ist ein Metall aber kein Edelmetall und unterliegt der Ionisation. Titan bildet mit anderen Mundmetallen (Amalgam, Goldlegierungen) ein galvanisches Element, in
dem Ströme entstehen und sich Säuren bilden. Titanionen wandern in den ganzen Körper und verschlacken das Bindegewebe, mit der Gefahr, dass chronische Erkrankungen entstehen. Die lokale Übersäuerung des Speichels
fördert Karies und Parodontose. Die biologisch-ganzheitliche Zahnheilkunde lehnt daher generell Mundmetalle
und erst recht unedle, wie das Titan, ab.

Das Zirkonoxid-Implantat ist keramisch und nicht metallisch. Es fließen keine freie Elektronen, es gibt keinen Galvanismus und keine Mundströme, es ist nicht abbaubar und somit 100 %ig biokompatibel.
Es liegen jahrzehntelange beste Erfahrungen aus der Hüft- und Kniegelenksprothetik vor. In der Zahnheilkunde
sind Zirkonoxid-Implantate recht neu und es gibt noch wenige Zahnärzte, die schon entsprechende Erfahrungen aufweisen, so dass man zum
Teil überregional suchen muss. Aber es lohnt sich. Ist es einmal eingeheilt, stellt es keinen Entzündungsherd dar,
es gibt keine bakterielle Streubelastungen und keine Toxizität wie beim Titan. Materialbedingt kann das Zirkonoxid-Implantat nicht zweilteilig sein, so dass eine viertel – bis halbjährige Schienung nötig wird, bis es fest eingeheilt ist. Gewiss ein Nachteil, den man aber seiner Gesundheit zuliebe in Kauf nehmen sollte!
Forschungen laufen auf Hochtouren, das Zirkonoxid-Sofort -Implantat ohne Schienung – ist zum Greifen nahe.

Das Beste ist jedoch, das sage ich mit 40 Jahren Zahnarzterfahrung – sich nicht auf Implantate zu verlassen und sich nicht zu sagen: “Ich schiebe meine Zahnsanierung weiter und weiter hinaus – es gibt ja schließlich notfalls
Implantate”. Kein Implantat ist so gut wie eine gesunde vitale Zahnwurzel, obendrein kostet es ein Mehrfaches einer rechtzeitigen Sanierung der eigenen Zähne!

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Als biologisch-ganzheitlicher Zahnarzt bin ich mit meinen Kollegen
im BNZ (Bund Naturheilkundlicher Zahnärzte) darüber einig, dass das
Titanimplantat noch nicht der Weisheit letzter Schluss ist.

Titan ist ein Metall und zwar kein Edelmetall. Wir finden histologisch,
also bei Zelluntersuchungen, Titaneinschlüsse in Tumorgeweben wieder.
Titan wird ionisiert. Durch seine elektrisch-galvanische Wirkung wird es mobilisiert, durch den Körper transportiert und in diversen Geweben
und Organen wieder eingelagert.

Der zweite Grund ist die so genannte Periimplantitis, das heißt das Titan „wächst“ in den Kieferknochen ein, indem eine dauerhafte Entzündung verursacht wird, die diesen Fremdkörper abwehren will. Die bakterielle Invasion, die durch diese Periimplantitis entsteht, kann das Immunsystem sehr stark fordern bis überfordern und die Bakterien von Implantaten werden vielerorts im Körper, u. a. auch am Herzen, wiedergefunden.

Die Alternative heißt: Zirkonoxyd-Implantat. Zirkonoxyd ist eine „Superkeramik“. Es wird auch der „weiße Stahl“ genannt. Es ist absolut biokompatibel. Man hat seit Jahrzehnten Hüftgelenke aus Zirkonoxyd implantiert und festgestellt, dass es nichtentzündlich einwächst und keine Fremdkörperreaktion hervorruft. Dazu kommt, dass Zirkonoxyd kein Metall ist und dadurch keine Mundströme auslöst, die wiederum zu Elektrosmog und zu Metallionisation führen können.

Einziger Nachteil: Das Zirkonimplantat wächst nur dann ein, wenn es durch eine Schiene ¼ Jahr im Unterkiefer und ½ Jahr im Oberkiefer zur Einheilung vor Berührung und Belastung geschützt wird. Danach ist es voll belastbar und so gut haltbar wie jedes Titanimplantat.

Ein weiterer Vorteil ist die hohe Ästhetik. Wenn dagegen ein Zahn-Titanimplantat unter einen dünnen Knochen gesetzt wird, schimmert es dunkel durch, während das weiße Zirkonoxydimplantat keinerlei negative ästhetische Wirkungen auslöst.

Auswirkungen von Amalgam auf die Gesundheit

On 2. August 2010, in Amalgam, Von docedelmann

Grundsätzlich kann man beim Amalgam von der toxischsten Substanz ausgehen, die man überhaupt kennt – wenn man von radioaktiven Substanzen absieht.

Es ist heute zweifelsfrei nachgewiesen, dass Quecksilber Krebs auslösen kann und dass es bei Alzheimer-, bei Parkinson- und bei MS-Patienten überdurchschnittlich hoch konzentriert gefunden wird.

Neben der toxischen Wirkung gibt es die biophysikalische, nämlich E-Smog-Wirkung.

Amalgamfüllungen lösen im Mund ein galvanisches Element mit hohen Mundströmen, die das Quecksilber in der Amalgamfüllung „wild“ machen, also ionisieren. Dieses ionisierte Quecksilber kann direkt durch die Gaumenplatte ins Gehirn gelangen, wird ins Zahnfleisch eingelagert oder durch den Zahn via Pulpa in den Blutkreislauf befördert.

Quecksilberdämpfe, die bereits bei 26°C in der Mundhöhle entstehen (hier herrschen knapp 37°C), werden eingeatmet und via Lunge dem Körper zugeführt.

Quecksilber verbindet sich im Körper zu dem organischen Methylquecksilber und dieses löst immunologische Reaktionen aus. Es wird wie ein Fremdeiweiß behandelt und Autoimmunerkrankungen können entstehen. Es ist selten direkt allergisierend, aber indem das Immunsystem irritiert wird, kann es zu unspezifischen allergischen Reaktionen kommen.

In einer Zeit starker Umweltbelastung gehört meiner Meinung ein so giftiges Schwermetall nicht in den Menschen appliziert. Vorhandene Amalgamfüllungen müssen schonendst entfernt werden. Dabei ist es von enormer Wichtigkeit, dass die Entfernung so behutsam durchgeführt wird, dass keinerlei zusätzliche Belastungen für den Menschen entstehen. Spezielle Ausbohrverfahren und Schutzmaßnahmen müssen getroffen werden, um den Patienten vor weiteren Belastungen zu schützen.

Das Argument, „schlafende Hunde nicht zu wecken“ und Amalgamfüllungen zu belassen, ist natürlich eine Milch-Mädchen-Rechnung, denn auf Dauer wird das in der Füllung befindliche Quecksilber trotzdem herausgelöst. Der Körper vergisst nie, er sammelt das Quecksilber in seinem Bindegewebe, der Müllhalde des Körpers an. Ist das Bindegewebe verschlackt, entgleisen Stoffwechselvorgänge mit der unabsehbaren Folge von chronischen Erkrankungen.

UmweltmedizinEin neuer Zweig der ganzheitlichen
Zahnheilkunde etabliert sich: Die Umweltmedizin – oder: welche Zahnfüllungen haben welche biologischen Auswirkungen?

Als ganzheitlich-biologischer Zahnarzt bin ich auch der neuen Disziplin, der Umweltmedizin verpflichtet. Wir finden nirgendwo im menschlichen Köper so viel Fremdes implantiert wie in der Mundhöhle. Ganz voran das Quecksilberamalgam, das zu 50% aus dem Schwermetall Quecksilber besteht, die giftigste nicht radioaktive Substanz, die es überhaupt gibt.

  • Man stelle sich vor, dass das Amalgam, sprich das Quecksilber-Silbergemisch in die Zahnarztpraxis mit einem Totenkopf geliefert wird.
  • Man stelle sich vor, dass der Zahnarzt die Auflage hat, entsprechende Umweltentsorgungsapparaturen in seine Einheit einzubauen, damit das, was der Patient ausspuckt, nicht ins Grundwasser gerät. (Ein Zahnarzt, der dieses entfernt hatte, musste eine Strafe von 100.000 Euro wegen Umweltschädigung zahlen.)

Lange Zeit hat man geglaubt, das Amalgam und das darin enthalte Quecksilber würde im Zahn verbleiben. Heute ist wissenschaftlich anhand von radioaktiv markiertem Amalgam in Tierversuchen bewiesen, dass bereits wenige Stunden nach dem Legen von Amalgamfüllungen Quecksilber in fast allen Organen, einschließlich dem Gehirn, gefunden wurde.

Es ist aber nicht nur das Amalgam, sondern es sind eigentlich, außer der Keramik, alle verwendeten Stoffe, die zur Diskussion stehen. Nur bei der Keramik, einschließlich der Zirkonoxydkermik, ist echte Biokompatibilität gegeben.

Selbst Kunststofffüllungen können toxische Substanzen enthalten. Kritisch betrachtet werden vor allem die Acrylate Tegdma und Hema. Diese sind in den meisten Kunststofffüllungen enthalten. Mir ist nur ein Hersteller bekannt, nämlich Kunststoffe der Schweizer Firma „Saremco Dental“, der diese Stoffe nicht verwendet. Polycarbonate können problematisch sein. Sie können Bisphenol-A enthalten, das sich in Tierversuchen als fruchtbarkeits- und hirnwachstumsstörend erwiesen hat.

Es ist nicht alles Gold was glänzt. Im Zahngold ist nicht nur Gold enthalten, sondern es handelt sich um eine Legierung, die fünf, sechs oder gar sieben Bestandteile anderer Metalle enthalten kann, u. a. das sehr problematische Palladium. Aber auch Silber, Nickel, Titan, Indium, Galium, Platin und Cobald können enthalten sein. Das Problem ist, dass diese Metallbestandteile nicht in der Legierung bleiben, sondern durch galvanische Prozesse herausgelöst und geschluckt werden.