Als biologisch-ganzheitlicher Zahnarzt bin ich mit meinen Kollegen
im BNZ (Bund Naturheilkundlicher Zahnärzte) darüber einig, dass das
Titanimplantat noch nicht der Weisheit letzter Schluss ist.

Titan ist ein Metall und zwar kein Edelmetall. Wir finden histologisch,
also bei Zelluntersuchungen, Titaneinschlüsse in Tumorgeweben wieder.
Titan wird ionisiert. Durch seine elektrisch-galvanische Wirkung wird es mobilisiert, durch den Körper transportiert und in diversen Geweben
und Organen wieder eingelagert.

Der zweite Grund ist die so genannte Periimplantitis, das heißt das Titan „wächst“ in den Kieferknochen ein, indem eine dauerhafte Entzündung verursacht wird, die diesen Fremdkörper abwehren will. Die bakterielle Invasion, die durch diese Periimplantitis entsteht, kann das Immunsystem sehr stark fordern bis überfordern und die Bakterien von Implantaten werden vielerorts im Körper, u. a. auch am Herzen, wiedergefunden.

Die Alternative heißt: Zirkonoxyd-Implantat. Zirkonoxyd ist eine „Superkeramik“. Es wird auch der „weiße Stahl“ genannt. Es ist absolut biokompatibel. Man hat seit Jahrzehnten Hüftgelenke aus Zirkonoxyd implantiert und festgestellt, dass es nichtentzündlich einwächst und keine Fremdkörperreaktion hervorruft. Dazu kommt, dass Zirkonoxyd kein Metall ist und dadurch keine Mundströme auslöst, die wiederum zu Elektrosmog und zu Metallionisation führen können.

Einziger Nachteil: Das Zirkonimplantat wächst nur dann ein, wenn es durch eine Schiene ¼ Jahr im Unterkiefer und ½ Jahr im Oberkiefer zur Einheilung vor Berührung und Belastung geschützt wird. Danach ist es voll belastbar und so gut haltbar wie jedes Titanimplantat.

Ein weiterer Vorteil ist die hohe Ästhetik. Wenn dagegen ein Zahn-Titanimplantat unter einen dünnen Knochen gesetzt wird, schimmert es dunkel durch, während das weiße Zirkonoxydimplantat keinerlei negative ästhetische Wirkungen auslöst.