Amalgamfüllung-Alternativen

On 1. September 2010, in Amalgam, Von docedelmann

Die Frage nach den Alternativen zum Amalgam ist schwierig zu beantworten. Es wird in der Praxis häufig Kunststoff verwendet. Doch der Kunststoff ist, was große Füllungen angeht, eigentlich bis heute im Seitenzahngebiet nicht als Füllungstherapie freigegeben.

Kunststoffe haben viele Nachteile. Diese sind:

Der Kunststoff hat einen unedlen Ausdehnungskoeffizient. Im Kalt-Heiß-Gefälle von Essen und Trinken dehnt er sich aus und zieht sich zusammen, sodass Abrisse vom Zahn oder auch Risse im Kunststoff selbst entstehen, die als Undichtigkeit wirken können, so dass Bakterien eindringen können und den Zahn unter der Füllung erreichen. Eine Sekundärkaries entsteht.

In der Praxis stelle ich als Zahnarzt immer wieder fest, dass sich unter Füllungen, die älter als 2 Jahre sind, überdurchschnittlich häufig Sekundärkaries befindet.

Ein weiterer Nachteil ist die hohe Abrasionsfähigkeit, das heißt, Kunststoffe halten dem Kaudruck nicht wirklich stand. Sind die Füllungen im Seitenzahngebiet kaudrucktragend, kann sich der Biss absenken – mit verheerenden Folgen für die Frontzähne, die dadurch unter zu hohen Druck geraten. Frontzähne sind einwurzelig und nicht dafür gebaut, solche hohen Kaudrucke aufzunehmen. Dadurch können sie gelockert oder abgekaut werden. Ein Absenken des Bisses kann außerdem zur Folge haben, dass Kiefergelenksprobleme entstehen.

Weiterhin hat Kunststoff den Nachteil, dass er kanzerogene (krebserregende) und mutagene (erbschädigende) Stoffe enthalten kann, wie z. B. die Acrylate Tegdma und Hema. Mir sind nur ganz wenige Kunststoffe bekannt, die diese nicht enthalten.

Da dentale Werkstoffe nicht als Medikamente und nur als Werkstoffe zählen, ist nach geltendem EU-Recht der Hersteller nicht verpflichtet, die Inhaltsstoffe anzugeben.

Kurzum: Kunststoff ist eine billige Alternative zum Amalgam und es ist noch lange nicht sicher, ob er weniger giftig ist.

Die echte Alternative zum Amalgam kann nur Keramik heißen. Hier die Dentalkeramik und das Zirkonoxyd als Gerüstträger, Verblendkeramik für Kronen und Brücken oder auch als Zirkonoxyd-Implantat.

UmweltmedizinEin neuer Zweig der ganzheitlichen
Zahnheilkunde etabliert sich: Die Umweltmedizin – oder: welche Zahnfüllungen haben welche biologischen Auswirkungen?

Als ganzheitlich-biologischer Zahnarzt bin ich auch der neuen Disziplin, der Umweltmedizin verpflichtet. Wir finden nirgendwo im menschlichen Köper so viel Fremdes implantiert wie in der Mundhöhle. Ganz voran das Quecksilberamalgam, das zu 50% aus dem Schwermetall Quecksilber besteht, die giftigste nicht radioaktive Substanz, die es überhaupt gibt.

  • Man stelle sich vor, dass das Amalgam, sprich das Quecksilber-Silbergemisch in die Zahnarztpraxis mit einem Totenkopf geliefert wird.
  • Man stelle sich vor, dass der Zahnarzt die Auflage hat, entsprechende Umweltentsorgungsapparaturen in seine Einheit einzubauen, damit das, was der Patient ausspuckt, nicht ins Grundwasser gerät. (Ein Zahnarzt, der dieses entfernt hatte, musste eine Strafe von 100.000 Euro wegen Umweltschädigung zahlen.)

Lange Zeit hat man geglaubt, das Amalgam und das darin enthalte Quecksilber würde im Zahn verbleiben. Heute ist wissenschaftlich anhand von radioaktiv markiertem Amalgam in Tierversuchen bewiesen, dass bereits wenige Stunden nach dem Legen von Amalgamfüllungen Quecksilber in fast allen Organen, einschließlich dem Gehirn, gefunden wurde.

Es ist aber nicht nur das Amalgam, sondern es sind eigentlich, außer der Keramik, alle verwendeten Stoffe, die zur Diskussion stehen. Nur bei der Keramik, einschließlich der Zirkonoxydkermik, ist echte Biokompatibilität gegeben.

Selbst Kunststofffüllungen können toxische Substanzen enthalten. Kritisch betrachtet werden vor allem die Acrylate Tegdma und Hema. Diese sind in den meisten Kunststofffüllungen enthalten. Mir ist nur ein Hersteller bekannt, nämlich Kunststoffe der Schweizer Firma „Saremco Dental“, der diese Stoffe nicht verwendet. Polycarbonate können problematisch sein. Sie können Bisphenol-A enthalten, das sich in Tierversuchen als fruchtbarkeits- und hirnwachstumsstörend erwiesen hat.

Es ist nicht alles Gold was glänzt. Im Zahngold ist nicht nur Gold enthalten, sondern es handelt sich um eine Legierung, die fünf, sechs oder gar sieben Bestandteile anderer Metalle enthalten kann, u. a. das sehr problematische Palladium. Aber auch Silber, Nickel, Titan, Indium, Galium, Platin und Cobald können enthalten sein. Das Problem ist, dass diese Metallbestandteile nicht in der Legierung bleiben, sondern durch galvanische Prozesse herausgelöst und geschluckt werden.