Veneers – hauchdünne Keramikschalen

On 13. September 2010, in Zahnästhetik, Von docedelmann

Vielen ist die Möglichkeit der ästhetischen Zahnheilkunde, Zähne mit hauchdünnen Keramikschalen zu verblenden, noch gar nicht bekannt.

Während bei einer Überkronung etwa 60-70% der Zahnsubstanz abgeschliffen
werden, kommt man bei den dünnen Verblendschalen, den Veneers, mit 15-20%
aus. Es wird nur frontal im Schmelzbereich geschliffen. Ein Bereich der
keine Nervenversorgung hat und keinen Stoffwechsel.

Schmelz ist Kristallin und wird auch im normalen Gebrauch der Zähne abgekaut. Es ist also von Natur aus kein fremder Vorgang, dass Schmelz abgetragen wird. Deshalb ergeben sich bei einer Veneerversorgung keinerlei Probleme.

In den meisten Fällen kann man dieses auch ohne Spritze machen lassen. Es wird dort, wo unregelmäßige Zähne vorstehen, entsprechend abgetragen und dort wo sie zurückstehen, wird der Rückstand durch das Veneer ausgeglichen. In nur zwei Sitzungen können krumme, schiefe, vergilbte Zähne zu blendend schönen, weißen Zähnen umgestaltet werden.

In meiner Praxis lege ich noch besonderen Wert darauf, dass die Zähne, nicht wie es in den USA gerne gemacht wird, „von Ohr zu Ohr“ schneeweiß sind, sondern dass eine so genannte polychrome Gestaltung bevorzugt wird. Das heißt, der Natur entsprechend, werden seitliche Zähne, im Gegensatz zu den Frontzähnen, farblich abgestaffelt.

Eine langjährige Haltbarkeit, man spricht von einer Haltbarkeit bis zu 20 Jahren, rechtfertigt den Eingriff. Auch eine schützende Maßnahme des Zahnschmelzes ist zu sehen. Denn dort, wo das Veneer ist, entsteht keine Karies mehr. Bei Unfällen hat sich gezeigt, dass das Veneer wie ein Protector wirkt und einen zusätzlichen Schutz vor Gewalteinwirkungen bietet.

Natürlich stellen Veneers auch eine Kostenfrage dar. Man bedenke jedoch, dass man in sein eigenes Äußere investiert, und zwar der Art, dass dieses bleibt. Addiert man über 20 Jahre Friseur- und Kosmetikbesuche zusammen, wird sich das bestimmt rechnen.

Es ist schon auffällig, wenn gut gestylte Menschen den Mund aufmachen und es zeigen sich unschöne, dunkle, schiefe Zähne. Die Bemühungen im kosmetischen Bereich werden sehr schnell relativiert, denn man schaut bei den Zähnen ins Innere des Menschen und denkt: „Ja, so ist der eigentlich“. Deshalb ist eine Veränderung an den Zähnen eine sehr wirksame Möglichkeit, seine Ausstrahlung, sein Self-Image und Image zu verbessern.

Lumineers – Verblendkeramik der Hollywoodstars

On 8. September 2010, in Zahnästhetik, Von docedelmann

Als ästhetisch tätiger Zahnarzt habe ich die Lumineers entdeckt. Mittlerweile bin ich
zertifizierter Lumineerarzt
, noch eine Seltenheit in Deutschland.

Das Lumineer kommt eigentlich aus den USA. Es ist die Verblendkeramik, die bei den Hollywoodstars Verwendung findet. Denn man kann nicht im Ernst annehmen, dass
eine Julia Roberts sich alle Zähne abschleifen lässt, um ein solches strahlendes Lachen zu
bekommen. Nein, die Lumineers sind die dünnsten aller Keramikschalen. Sie sind teilweise
unter 0,1 mm stark und bestehen aus einer speziell gefestigten Keramik (leuzithverstärkt).

Lumineers gibt es als Non-Prep-Lumineers und als Minimal-Prep-Lumineers. Die Non-Prep-Lumineers werden ganz ohne Beschleifen einfach auf die vorhandenen Zähne oder Kronen geklebt. Diese Methode ist besonders gut für Angstpatienten geeignet, aber auch für junge Menschen, deren Zahnsubstanz unversehrt ist und deren Zahnform noch nicht den Wünschen entspricht.

Ein Abdruck ist schnell und schmerzlos genommen. Bisher mussten wir die Zahntechnik noch in den USA fertigen lassen. Mittlerweile ist es auch in Deutschland möglich, hauchdünne Lumineers zahntechnisch herzustellen, so auch in meinem eigenen Praxislabor.

In der 2. Sitzung werden die Lumineers einfach auf die intakten Zähne oder auch Kronen aufgeklebt und direkt sichtbar hat der Patient schöne gerade und weiße Zähne. Die Grenzen des Lumineers sind bei Engständen/Staffelständen zu sehen. Wenn nämlich Zähne hervorstehen, ist verständlicherweise ein Verblenden ohne Beschleifen nicht möglich.

Bei der Lumineerversorgung wird der Zahn nicht beschädigt und sogar gestützt –  man stelle sich ein Lumineer wie einen Protector vor, der dem Zahn zusätzlichen Halt gibt. Es liegen in den USA Erfahrungen von über 20 Jahren vor und eine Haltbarkeit über diese Zeit ist durchaus möglich.

Wir Deutschen sind im Hinblick auf Individualästhetik etwas empfindlicher als die Amerikaner. In den USA steht die weiße Farbe der Zähne an erster Stelle. Wir sind in Deutschland in der Lage, auch Lumnieers entsprechend zu individualisieren, so dass die Verblendschalen den natürlichen Zähnen sehr nahe kommen und sie nicht als fremd oder künstlich erkannt werden.

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