Warum ich Zahnarzt geworden bin

On 1. März 2011, in Allgemein, Von docedelmann

Schon als 6-Jähriger entdeckte ich mein manuelles Talent und hatte
meine Freude am Schnitzen von kleinen Figuren.
Parallel zum Abitur erlernte ich den Beruf des Krankenpflegers und
bekam eine Einsicht in die Medizin und ihre Ethik.
Gut und gerne hätte ich Medizin studieren können, aber als 18-Jähriger
war mir dies zu tragisch. Ein lustiger Spruch kam mir zu Ohren:
“Der Arzt begräbt seine Misserfolge – der Zahnarzt zieht sie raus”. Aber der wahre Grund, mich für die Zahnmedizin zu entscheiden, war mein
praktisches manuelles Talent.

Ich freue mich bis heute – über 40 Jahre danach – mich für die Zahnmedizin entschieden zu haben. Ich kann sehen, was ich getan habe und kann Menschen helfen, schmerzfrei zu leben und wieder Freude am Leben zu finden. Wer es nicht erlebt hat, kann sich kaum vorstellen, was gesunde oder sanierte Zähne wert sind, sondern oft erst dann, wenn Lebensqualität und Gaumenfreude wegen schlechter Zähne schwinden.
Das Motto: “Gesundheit ist nicht alles, aber ohne Gesundheit ist alles nichts!” gilt auch für die Zähne. Ob man bis ins Alter seine eigenen Zähne hat oder ob man die “Dritten” abends ins Wasserglas legt – das hängt vom Einzelnen und seinem Zahnarzt ab. Manche meinen, Zahnärzte wären die geborenen Sadisten. Dem kann ich nur widersprechen! Sie sind Arzt wie jeder andere und wissen, dass es ein langer Weg zurück zu gesunden Zähnen sein kann, das Ergebnis die Strapazen aber wert ist. Dafür nimmt es der Arzt auf sich, auch mal “hart” zu wirken. Dies geschieht allein aus ärztlicher Fürsorge.

Heute arbeite ich als biologisch-ganzheitlicher Zahnarzt und habe trotz der zahlreichen Berufsjahre noch dazugelernt. Ich “flicke” nicht mehr nur den nächsten und übernächsten Zahn, sondern versuche die Ursachen hinter den Beschwerden aufzudecken. Oft handelt es sich bei den erkrankten Zähnen nur um die Auswirkungen eines entgleisten Mundmilieus und einer pH-Wert-Verschiebung ins Saure infolge von Mundmetallen.

Mittlerweile fühle ich mich als Zahnarzt so gut wie nie zuvor, denn ich weiß sicher, dass ich meinem Eid des Hippokrates treu bin und meine Patienten bestmöglich behandle. Diese Sicherheit hatte ich zu Zeiten der Quecksilber-Amalgamfüllungen nicht, weshalb ich einmal sogar zwei Jahre aus meinem Beruf ausgestiegen bin. Um nachzudenken und eine neue Behandlungsphilosophie zu entwickeln.

Jetzt habe ich ein Behandlungskonzept (metallfreie Keramiksanierung), bei dem ich überzeugt bin, meinen Patienten und ihrer Zahngesundheit am besten zu dienen. Ist alles durchsaniert – meist innerhalb von drei bis vier Sitzungen – erholt sich die Mundökologie und das Ganze hält meist Jahrzehnte.

So habe ich heute meine berufliche Erfüllung gefunden und bin mir sicher, den für mich besten Beruf gewählt zu haben.

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